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Eine Ölwehr-Übung als Lehrübung

Die Schadenabwehr auf dem Bodensee erfordert von den Anrainerstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland ein koordiniertes Vorgehen. Dies wurde am Samstag auf dem See beübt.

Die Schadenabwehr auf dem Bodensee erfordert von den Anrainerstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland ein koordiniertes Vorgehen nach Ölunfällen im Seebereich, gilt doch der Bodensee als einer der größten Trinkwasserspeicher in Europa.
Die jährlich von der Kreisbrandinspektion vorgegebene Pflichtübung wurde diesmal unter genauester Einhaltung des Ölwehr-Alarmplanes von den beteiligten Feuerwehren Bregenz, Hard, Wasserburg und Lindau sowie dem Technischen Hilfswerk Lindau eingefordert. Die Aufgabe war nicht leicht, galt es doch ein auffangen von rund 3000 Liter Mineralöl, welche über die Eschbachmündung in Wasserburg in den See liefen. Schwimm-Ölsperren, das selbstfahrende Ölaufnahmegerät (SÖG) und zahlreiche Arbeitsboote waren in der Übung eingebunden.


Unterstützt wurde die Einsatzleitung durch die Drohne der Feuerwehr Bregenz, welche brillante Luft-Bilder für die entscheidende Einsatzbefehle gab. Auch der Seewolf der Wasserwacht Lindau war als Führungsschiff für den Abschnittsleiter See eingebunden. Bewährt haben sich dabei immer noch der alte Analog-Funk als Kommunikationsmittel auf dem See, übrigens derzeit immer noch der einzige Funkweg zwischen Vorarlberg und Bayern.


Die Ölwehr-Einheiten helfen so gut es geht und versuchen, jeglichen Umweltschaden einzudämmen, hierzu brauchen wir aber neuzeitliche Gerätschaften.
Allein die schon vor drei Jahren monierte altersbedingte Ersatzbeschaffung von weiteren 400 Meter Schwimmsperren für den bayerischen Uferbereich, eine eindeutige Landesbeschaffung steht doch tatsächlich immer noch aus. Außer dem zu schützenden Trinkwasserspeicher sind wertvolle Naturschutzgebiete am See, dafür brauchen wir das Material. Es wäre unverantwortlich, wenn man erst nach einem Ölunfall reagiert.


Friedhold Schneider, Kreisbrandrat Landkreis Lindau (Bodensee)

 

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