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Heribert Mayr und Franz Endres werden zu Ehren-Kreisbrandmeistern ernannt

Die beiden Kreisbrandmeister Franz Endres und Heribert Mayr beenden den aktiven Dienst. Ein Bericht aus dem Westallgäuer vom 24.05.2019.

LINDENBERG (gru) „Wenn ich mal groß bin, werde ich Feuerwehrmann.“ Dieser Wunsch, den viele Kinder, vor allem Buben haben, ist für Franz Endres und Heribert Mayr wahr geworden. Im Beisein von zahlreichen Feuerwehrkommandanten und Mitgliedern der Kreisbrandinspektion Lindau wurden die beiden scheidenden Kreisbrandmeister geehrt. Franz Endres gibt sein Amt freiwillig ab, Heribert Mayr tritt in den Ruhestand, berichtete Kreisbrandrat Friedhold Schneider bei der Verabschiedung und ließ die wichtigsten Stationen der beiden Revue passieren.

Endres ist 1982 in die Feuerwehr Scheidegg eingetreten und wechselte zehn Jahre später nach Lindenberg. „Dort ist er die Karriereleiter hoch gestiegen, bis er 2004 zum Kreisbrandmeister bestellt wurde“, sagte Schneider. Zuständig für die Ausbildung habe er durch viele Lehrgänge, vom Atemschutz über Stressbewältigung bis zum Rettungsschwimmer, eine gigantische Bandbreite für die überörtliche Ausbildungstätigkeit geschaffen. Etwa 1200 Feuerwehrler seien von ihm ausgebildet worden. Alle Kommandanten aus dem Landkreis entstammen der eigenen Ausbildungsschmiede. „15 ehrenamtliche Jahre als Chefausbilder“ gingen jetzt mit dem freiwilligen Rücktritt zu Ende, sagte Schneider.

Mit Mayr scheidet ein Lindenberger Feuerwehr-Urgestein altersbedingt aus dem aktiven Dienst aus. Seit seinem Eintritt 1970 ging es mit vielen Lehrgängen aufwärts, vom Gruppen- und Zugführer über das Amt des Kommandanten und Verbandsführers bis zum Kreisbrandmeister 2002. Die Feuerwehr war sein Leben, jeden Alarmruf habe er angenommen, und das ohne Ruhetag bis heute. Er wolle keine Stundensummierung anlegen, sagte Schneider, aber alleine in seiner Zeit als Kreisbrandmeister im Landkreis gingen 5200 Alarmierungen ein – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Mayrs große Einsatzerfahrung bei Verkehrsunfällen und Bränden und sein umsichtiges Handeln bei der Einsatzplanung seien sehr geschätzt gewesen. 2011 wurde er mit der höchsten Feuerwehrauszeichnung belobigt, dem Bayerischen Feuerwehrsteckkreuz.

Als Dank und Anerkennung der besonderen Verdienste im Feuerlöschwesen wurden sowohl Mayr als auch Endres zum „Ehrenkreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion Lindau“ ernannt. Als Geschenk gab es einen Lage-Erkundungsflug ab Flugplatz Wildberg. Landrat Elmar Stegmann überreichte Weine aus dem eigenen Weinberg bei Nonnenhorn, denn der ehrenamtliche Einsatz sei keine Selbstverständlichkeit. Beide hätten viel Freizeit investiert und seien immer eine Stütze für ihre Kameraden gewesen. Mit ihrem Weggang gehe auch viel Erfahrung und Wissen, das nun von anderen übernommen werden müsse.

Gemeinsam entscheiden

Heribert Mayr bedankte sich auf seine bescheidene Art. 50 Jahre Feuerwehr, das sei sein Alltag gewesen. Er sei zwar bei den Lehrgängen nicht der Fleißigste gewesen, aber er habe immer das getan, was notwendig war. Die Kameradschaft stand für ihn immer ganz vorne. Er wollte nie über die Köpfe hinweg entscheiden, sondern mit ihnen. So habe man auch viel erreichen können.

„25 Jahre Tätigkeit im Landkreis sind genug“, sagte Endres. Nun freue er sich auf sein Leben bei der Lindenberger Feuerwehr, das durch die überörtliche Arbeit oft zu kurz gekommen sei.

 

Kreisbrandrat Friedhold Schneider (links) und Landrat Elmar Stegmann (nicht auf dem Bild) würdigten bei der Verabschiedung die Verdienste der beiden Kreisbrandmeister Heribert Mayr (Zweiter von links) und Franz Endres. Foto: Christian Buchmüller
 

Kreisbrandrat Friedhold Schneider (links) und Landrat Elmar Stegmann (nicht auf dem Bild) würdigten bei der Verabschiedung die Verdienste der beiden Kreisbrandmeister Heribert Mayr (Zweiter von links) und Franz Endres. Foto: Christian Buchmüller

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