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Kommandantenfortbildung Kettenrettung

Im Rahmen des jährlich geplanten Fortbildungsprogramms wurde von der Kreisbrandinspektion Lindau (Bodensee) eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema "Technische Rettung / Oslo-Methode" angesetzt.

Die Durchführung übernahm hierfür die Feuerwehr Weißensberg. So trafen sich die Kommandanten und Führungspersonal der 17 Feuerwehren des Landkreises, die einen Rettungssatz mitführen, letzten Donnerstag im Gerätehaus Weißensberg.

Nach einer halbstündigen theoretischen Einführung mit einer Zusammenstellung von Bildern aus Einsätzen der letzten Jahre im Landkreis folgte sodann die praktische Umsetzung. Mittels Vorführung durch eine Gruppe konnten die zuvor erlernten Inhalte am realen Übungs-"Unfallfahrzeug" demonstriert werden.

Den Vortrag und die begleitende Kommentierung während der Praxisvorführung nahm dabei Feuerwehrkommandant Christian Buchmüller vor, der hierbei darauf Wert gelegt hat, dass sich die Teilnehmer durch die geschilderten Vor- und Nachteile sowie das Gesehene selbst ein Bild über die Einsatzmöglichkeiten dieser Methode machten.

Die sog. Oslomethode kann als Vorgehensweise bei Unfallsituationen mit schwersten Fahrzeugdeformationen zum Einsatz kommen, wenn der Patient in sehr kritischem Gesundheitszustand ist und möglichst schnell aus dem Unfallfahrzeug befreit werden muss.

Dabei wird mit dem Anschlagen von Ketten die Rückformung der beschädigten Fahrzeugteile durch Ziehen mittels Seilwinde vorgenommen, um den zur Personenbefreiung nötigen Platz wieder herzustellen. Diese Methode ist allerdings recht „rustikal“, sodass dafür einige Voraussetzungen zu beachten sind. Neben speziellen Kettensätzen und den zugehörigen Fertigkeiten im Umgang mit diesen Hilfsmitteln ist auch beim Einsatz selbst eine bestimmte Fahrzeugkonstellation sowie großer Platzbedarf vonnöten. Die Veranstaltung hat einiges an neuen Eindrücken verschafft, wenn auch das gemeinsame Resümee war, dass sich diese Rettungsmöglichkeit eher selten anwenden lässt.

Die Diskussion endete mit dem Ausblick von Kreisbrandinspektor Wolfgang Endres, dass letztlich auch die verbauten Werkstoffe der verunfallten Fahrzeuge über den Einsatz der richtigen Rettungsmethode und die Auswahl des passenden Rettungswerkzeugs entscheidenden Einfluss hat. Das müssen weiterhin die Einsatzleiter für die technische Rettung entscheiden. Hierzu haben sie mit der Oslomethode eine weitere Möglichkeit an die Hand bekommen.

Vielen Dank hierfür an:

- ADAC Automobile Buhl, Lindau (Autobe-, ver- und -entsorgung),
- Stark KG, Lindau (Übungs-Unfallauto),
- Stablox, Neu-Ulm, Fabian Kügele (Kettenrettungssatz),
- Gemeinde Weißensberg, Herr Kern (Verpflegung),
- Matthias Bruns (Drohnenbilder),
- die Weißensberger Löschgruppe, die sich zur Praxisvorführung freiwillig gemeldet hat!

 

 

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