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Nur angenommen: 8000 Liter Diesel laufen über die "Leiblach" in den Bodensee

Internationale Ölwehr bei Übung aufgeboten


Dies war bei schönstem Wetter die Ausgangslage für eine Ölwehrübung an welcher die Feuerwehren Bregenz-Stadt, Hard, Fussach, Lindau und Wasserburg sowie dem Technischen Hilfswerk Lindau mit 160 ehrenamtlichen Helfern auf Anforderung der Kreisbrandinspektion Lindau teilgenommen haben.

Rund 1100 Meter Schwimmsperren wurden zum Schutz des Trinkwasserspeichers Bodensee in der etwa 2-stündigen Übung mit acht Booten ausgebracht. Gefordert ist bei einer solch großen Ölmenge das bei der Feuerwehr Lindau stationierte SÖG, ein selbstfahrendes Ölaufnahmegerät, welches direkt von der Wasseroberfläche das aufschwimmende Öl aufnehmen kann.

Zum Schutz angrenzender Uferbereiche wären noch weitere 1000 Meter Ölsperren und Spezialgerätschaften notwendig gewesen, die durch das internationale Abkommen zum Schutz des Bodensees von den Nachbarländern angefordert werden kann. Schon der Bodensee-Feuerwehrbund hat es sich schon bei seiner Gründung zur Aufgabe gestellt, durch gemeinsame Abwehrmaßnahmen der Anliegerstaaten derartige Unglücksfälle anzugehen. Von Seiten der IGKB (Internationale Gewässerschutzkommission Bodensee) werden für den gesamten Seebereich durch Vorgabe des Ölwehralarmplanes und weiteren Regelungen in einem länderübergreifenden Konzept verbindlich festgelegt.


Feuerwehr-Drohne: Das Gerät der Zukunft
Die Firma Ziegler (Feuerwehrgerätehersteller) hat erstmalig diese Ölwehrübung zur Vorstellung einer Drohne genutzt. Perfekte Luftaufnahmen gaben der Einsatzleitung einen Gesamtüberblick aus rund 100 Meter Höhe ab, für die Vorort-Entscheidung ein sehr gutes Gerät. Trotzdem ist eine direkte Kräfteführung auf dem See für die Kommunikation unumgänglich, die Wasserwacht Lindau hat hierfür ihren "Seewolf" mit dem Abschnittsleiter der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.


Die Übung hat aufgezeigt: Das Kräfteaufgebot durch die Anrainerstaaten Vorarlberg und Bayern ist groß, aber auch absolut notwendig. Auch künftig werden Aus- und Fortbildungen bei der Ölwehr, die Länderabstimmung zum Thema Digitalfunk und die ständige Anpassung der Spezialgerätschaften unumgänglich sein.

Friedhold Schneider, KBR Lkr. Lindau (Bodensee)
 

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