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Ressort ATEMSCHUTZ

Der zuständige Kreisbrandmeister ist Christian Buhmann (Lindenberg).

Bericht von Elmar Ohmayer und Roland König:

Organisation und Aufbau der Atemschutzausbildung im Landkreis Lindau:

Aufgrund der erheblichen Kosten und der immer größer werdenden Bedeutung des Atemschutzes kam es zu der Entscheidung, dass die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger von den Feuerwehrschulen an die Standorte verlegt wurde. EKBR Horst Miller hat mit seinem damaligen Ausbilderteam den Ausbilderleitfaden im Wesentlichen mit ausgearbeitet, der heute noch Gültigkeit hat. Im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses in Lindenberg wurde die, auch für die Ausbildung notwendige, Atemschutzübungsstrecke errichtet. So konnte die Ausbildung beginnen.

Seit 1982 wurden in 72 Ausbildungslehrgängen über 1.100 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Lindau, teilweise Oberallgäu und Mitglieder des THW zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet.

Die Ausbildung umfasst 24 Stunden, davon 8 theoretische und 16 praktische Einheiten mit Gerät. Die Ausbildung wird an 3 Abenden und 2 Samstagen abgehalten.

Der Inhalt der Ausbildung entspricht der Feuerwehrdienstvorschrift und wird in Anlehnung an den Ausbilderleitfaden abgehalten. Pro Wintersaison werden zwischen 3 und 5 Lehrgänge abgehalten.



Atemschutzübungsanlage:

Wie oben erwähnt wurde die Anlage 1982 im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses die Anlage in Lindenberg errichtet. Gemäß den Vorschriften ist für jeden aktiven Atemschutzgeräteträger die Begehung einmal jährlich Pflicht. An durchschnittlich 40 Abenden von Oktober bis Mai begehen ca. 700 Geräteträger die Übungsanlage. Hierzu zählen auch Mitglieder von THW und Feuerwehren aus dem nachbarlichen „Ausland“, die aufgrund der räumlichen Nähe die Strecke mitnutzen. Hochgerechnet auf 19 Saisonen der Inbetriebnahme ergibt dies insgesamt ca. 13.500 Personen die die Strecke begangen haben. Die Abwicklung der Streckenabende erfolgt durch Ausbilder bzw. Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Lindenberg, die diesen Dienst zusätzlich zu ihrem „normalen Feuerwehrdienst“ verrichten. Die ganzen Daten wie Einsatzdauer, Luftverbrauch etc, werden mittels EDV erfasst und stehen dem jeweils Verantwortlichen der einzelnen Feuerwehren nach Abschluss des Übungsabends zur Verfügung.

Die Streckenlegung durch den „Käfig“ wird alle 2 Jahre verändert um den Teilnehmern eine veränderte Situation zu präsentieren. Der Umbau der Streckenverlegung nimmt erheblich Zeit in Anspruch, da auf sehr kleinem Raum 50 Meter Kriechstrecke mit Gittern verbaut werden müssen.

Der Vorbereitungsraum:



Die Übungsstrecke im Volksmund auch „Käfig“ genannt (warum nur?!...):



Das Ausbilderteam:

Die erwähnten Aufgaben in Ausbildung und laufenden Streckenbegehungen sind nur im Team bewältig bar. Für die Ausbildung haben sich neben meinem Stellvertreter Roland König noch weitere 8 langjährige Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Lindenberg bereit erklärt, die Ausbildung mit zu übernehmen.

Sie stehen auch als Verantwortliche für die Streckenabende zur Verfügung und werden hierbei von rund 20 Helfern (ebenfalls Atemschutzgeräteträger) unterstützt.

Der Gerätewagen Atemschutz (GW-A):

Zwei Großschadenereignisse in unserer nächsten Umgebung (Brände Fa. Mayser Lindenberg und Firma Gardinia in Isny) haben aufgezeigt, dass die Versorgung mit Atemschutzgeräten und Wechselflaschen immer notwendiger wird. Die Abdeckung des Ersteinsatzes ist mit den an den Standorten vorhandenen Atemschutzgeräten optimal gewährleistet. Für den Zweiteinsatz verfügt der GW-A über 8 Geräte á 300 bar, sowie zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Ortswehren über 40 Atemluftflaschen mit 200 und 300 bar. 20 Atemschutzmasken und dazugehörende Lungenautomaten ergänzen die Beladung. Die Stationierung des Fahrzeuges in Lindenberg ermöglicht die Verwendung der GW-A - Ausstattung auch für die Ausbildung im Bereich des Atemschutzes.

Chemieschutzanzüge für Einsätze in Verbindung mit dem Gerätewagen Gefahrengut (GW-G) sind im Fahrzeug untergebracht.

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